Kleine Christliche Gemeinschaften verstehen

Ein Weg, Kirche mit den Menschen zu sein

Sind „Kleine Christliche Gemeinschaften“ die Kirche der Zukunft? Was kann man von ihnen erwarten, wo liegen ihre Grenzen? Diesen Fragen widmete sich im November 2008 ein Symposium in der diözesanen Jugendbildungsstätte Haus Wohldenberg bei Holle. Nun ist unter dem Titel „Kleine Christliche Gemeinschaften verstehen – Ein Weg, Kirche mit den Menschen zu sein“ ein Buch erschienen, das die Beiträge der damaligen Referenten dokumentiert.

Überall auf der Welt tun sich Menschen zusammen, um gemeinsam die Bibel zu lesen und nach der Heiligen Schrift zu leben. Solche „Kleinen Christlichen Gemeinschaften“ (KCG) sind keine Ordensgemeinschaften und keine förmlichen Gemeinschaften geistlichen Lebens, wie sie in den vergangenen Jahrhunderten entstanden. KCGs haben die unterschiedlichsten Ausprägungen und entstehen oft abseits bestehender kirchlicher Strukturen.

Vom 4. bis 8. November 2008 trafen sich auf dem Wohldenberg über 120 Teilnehmer aus dem ganzen deutschsprachigen Raum, um ihre Erfahrungen mit dieser Form des Glaubenslebens auszutauschen. In anderen Teilen der Welt sind KCGs weit verbreitet. So berichtete der deutsche Bischof in Südafrika, Dr. Michael Wüstenberg, darüber „Wie Kirche nach dem Konzil wächst – ein Beispiel aus Afrika“ und Marl Lesage und Estela Padilla erzählten von pastoralen Ansätzen in Asien. Ihre Beiträge sind in dem neuen Buch ebenso vertreten wie Franz Webers Gedanken über „Die nachkonziliare Gemeindeentwicklung in der Weltkirche“.

Weitere Texte beschäftigen sich mit historischen und bibeltheologischen Überlegungen, bevor Meinard Kehl im letzten Beitrag die entscheidende Frage stellt: „Sind die Kleinen Christlichen Gemeinschaften eine Zukunftsperspektive für die Kirche in Deutschland?“

 

Kurzinformation:

Christian Hennecke (Herausgeber): Kleine Christliche Gemeinschaften verstehen - Ein Weg, Kirche mit Menschen zu sein, Echter Verlag, Würzburg 2009, ISBN 978-3-429-03144-2; 19,90 Euro