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Kleiderbasar - doppelt sozial
Kleiderbasar - doppelt sozial

Drangvolle Enge herrscht im Pfarrheim von St. Martinus in Borsum. Junge Eltern zwängen sich in Massen zwischen Garderobenstangen und Tischen mit gebrauchter Kinderkleidung, Kinderbetten, Windeleimern und dem vielfältigen Angebot an Spielzeugen. Günstig können sie hier gebrauchte, aber gut erhaltene Ware erwerben. Mit ihrem Anteil am Verkaufserlös kann die Gemeinde wiederum selbst soziale Projekte unterstützen.

Zweimal im Jahr organisiert ein Team ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen diesen Basar im Pfarrheim. Sie bauen auf, nehmen die Verkaufsware an, sortieren sie und rechnen am Ende auch wieder mit den Verkäufern ab. Für diesen Service erhält die Pfarrgemeinde 20 Prozent
des jeweiligen Erlöses – trotz der relativ kleinen Einzelsummen kommen so rund 1500 bis 2000 Euro für soziale Zwecke zusammen.

Begonnen hat alles bereits 1993 – damals in einem Raum im Pfarrheim, erinnert sich Andrea Hartmann, Pfarrsekretärin der Gemeinde und Mitinitiatorin. Heute reicht das Pfarrheim kaum noch aus. Jedes Mal hofft sie auf gutes Wetter, damit wenigstens die größeren Spielzeuge draußen präsentiert werden können. Drei Stunden dauert der Verkauf am Samstag Nachmittag, die ersten Aufbauten erfolgen bereits am Donnerstag, um dann am Freitag die Waren der Verkäufer in Empfang nehmen und ausstellen zu können.

Doch in Borsum kann nicht einfach jemand vorbeikommen und seine gebrauchte Kinderkleidung abgeben. „Aus Platzgründen müssen wir die Verkaufsmenge begrenzen“, sagt Hartmann. Mögliche Verkäufer müssen sich im Vorfeld anmelden und erhalten eine Nummer – bei 200 ist dann Schluss. Unzählige Anrufer bekommen von der Pfarrsekretärin schon Tage vorher nur noch zu hören, dass die Liste voll ist.

Rund 30 bis 35 Helferinnen stehen Hartmann zur Seite. Zahlreiche Stunden verbringen sie vom Aufbau bis zum Aufräumen und Abrechnen zwischen Donnerstag abend und Dienstag Mittag im Pfarrheim – ihr einziger Vorteil: Sie dürfen bereits vor dem offiziellen Verkauf Dinge erwerben.

Mit dem erwirtschafteten Geld hat die Pfarrgemeinde schon viel Gutes bewirkt: So wird damit nicht nur die Patenschaft für ein Kind in Peru finanziert, sondern es wurden auch bereits Kindergarten, Pfarrbücherei oder auch die Grundschule im Ort - bei der Anschaffung einer Kletterwand - unterstützt. Zudem stellen die Verantwortlichen der Beratungsstelle von Donum vitae Gutscheine im Wert von rund 200 Euro zur Verfügung, damit bedürftige Frauen bei dem Basar die Ausstattung für ihr Baby vervollständigen können.

 

Kontakt:

Katholisches Pfarramt St.Martinus,
Andrea Hartmann,
Telefon 05127/21390
E-Mail: pfarramt.borsum@web.de
Internet: www.seelsorgeeinheit-borsumer-kaspel.de

 

Daran sollten Sie denken:

  • Für eine reibungslose Abrechnung müssen die Verkäufer zuvor ihre Ware mit Aufklebern versehen, auf denen Preis, Größe und Verkäufer-Nummer genannt sind.
  • Zur Werbung für den Basar ist eine Information an die umliegenden Kindergärten empfehlenswert. Dabei muss es kein aufwendig gestaltetes Plakat sein.
  • Für den Einkauf beim Borsumer Basar stehen große Tüten eines schwedischen Möbelhauses zur Verfügung, die nicht nur ein guter Service für die Käufer sind, sondern auch den Überblick erleichtern. Betrügereien kommen selbst bei kleinsten Summen vor.
  • Begleitend zum Basar können noch Kaffee und Kuchen angeboten werden.
     
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