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Pfarrgemeinde nicht einziger Ort für Kirche
Pfarrgemeinde nicht einziger Ort für Kirche

Pastorale Zeitansagen für die Gemeinden gibt das Bistum Hildesheim mit der Broschüre „Den Übergang gestalten“. Darin werden die seelsorglichen Perspektiven der Kirche in den Blick genommen.

Die von der Hauptabteilung Pastoral erarbeitete Schrift will Impulse für die pastorale Entwicklung in den Gemeinden geben. Sie fasst dazu zunächst die Diskussion und die vorliegenden Positionen zur seelsorglichen Situation der Kirche von Hildesheim zusammen. Übergang verstehen die Autoren dabei als den Wechsel von Zeiten der vergleichsweise seelsorglichen und finanziellen Sicherheit vergangener Jahrzehnte zu einer unsicheren Zukunft mit neuen Aufgaben, aber auch mit Verlusten – von Priestern, Gläubigen, Geld und auch von Kirchen.

Wichtig ist für die Autoren dabei, dass die Mitte des Glaubens, die eucharistische Gemeinschaft mit Jesus Christus, nicht verloren geht. Orientierung sollen dabei zehn sogenannte „pastorale Zeitansagen“ geben: neben der Leben stiftenden Gegenwart Christi die Option für die Armen, die Evangelisierung, neue Formen der Mission, die vertiefte Einführung in die Sakramente, das Miteinander von ehren- und hauptamtlichem Dienst, die Entwicklung des Ehrenamtes, die Weiterentwicklung der Seelsorge, die Zukunft der Kirchen und das eigentliche Ziel: die neue Stadt aus lebendigen Steinen, das himmlische Jerusalem.

Vor allem wirbt die Hauptabteilung Pastoral dafür, die Umbruchsituation im Bistum Hildesheim nicht als unabänderliche Misere zu empfinden, sondern durchaus die Möglichkeiten zu nutzen, die Veränderungen mit sich bringen: zum Beispiel durch Angebote für Menschen, die auf der Suche nach Gott, nach ihrem Glauben sind. Oder sich neu und verstärkt der Kinder- und Jugendarbeit zuzuwenden. Dafür will das Bistum Gottesdienstleiter für katechetische Feiern ausbilden. Insgesamt bedeute der Umbruch eine deutliche Aufwertung der ehrenamtlichen Arbeit – und wiederum dürfe das nicht als Notlösung verstanden werden, sondern als Ausdruck des vom II. Vatikanum geprägten gemeinsamen Priestertums aller Gläubigen. Das bedeute aber auch, dass sich Kirche in Zukunft verstärkt jenseits der klassischen Pfarrgemeinde abspielen wird – in Kindertagesstätten, Schulen oder „Kleinen Christlichen Gemeinschaften“. Durch deren Vernetzung können Strukturen geschaffen werden, die notfalls ohne ein Kirchengebäude vor Ort auskommen.


Information:

Die Broschüre „Den Übergang gestalten“ ist zu beziehen bei der Hauptabteilung Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim, Domhof 18–21, 31134 Hildesheim. Sie kann über die Material-Börse bestellt werden.


Die Broschüre gibt es auch als pdf-Version im Internet: "Den Übergang gestalten".

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