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Interkulturelle Woche 2010
Interkulturelle Woche 2010

„Zusammenhalten – Zukunft gewinnen“: Unter diesem Motto steht die diesjährige Interkulturelle Woche, zu der die Kirchen bundesweit vom 26. September bis 2. Oktober einladen.

In einem gemeinsamen Wort rufen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, der amtierende Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, und Metropolit Augoustinos, griechisch-orthodoxer Metropolit von Deutschland, dazu auf, mit zahlreichen kreativen Veranstaltungen und Aktionen sowie mit Gebetstreffen und Gottesdiensten zum Gelingen der „Woche“ beizutragen und politische Forderungen in die Diskussion einzubringen.

Darin benennen Sie exemplarisch aktuelle Handlungsfelder: So stießen etwa Migrantinnen und Migranten innerhalb der deutschen Gesellschaft auf Ausgrenzung, Diskriminierung und Abwehr. Der Zugang zum Arbeitsmarkt, gleiche Bildungschancen oder umfassende gesellschaftliche Partizipationsmöglichkeiten dürften nicht nur mit Worten gefordert werden. Die Anstrengungen müssten verstärkt werden, damit diese Ziele für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, erreicht werden können. Einen besonderen Schwerpunkt legen sie auf die Situation von Asylsuchenden und Geduldeten.

Die möglichen Aktionsformen im Rahmen der Interkulturellen Woche sind sehr vielfältig. Sie reichen von Lesungen, Musik-, Film-, Theater- und Tanzveranstaltungen, Diskussionen, Workshops, Seminare, Sportveranstaltungen, Festen sowie Tagen der Offenen Türe bei Religionsgemeinschaften, Institutionen, Unterkünften und Schulen bis hin zu Gottesdiensten und Friedensgebeten sowie Andachten.

Ein ökumenischer Vorbereitungsausschuss hat dazu Beispiele für Aktionen, Anregungen für Gottesdienste und Literatur- sowie Medienhinweise zusammengestellt.

Weitere Informationen unter »www.ekd.de/interkulturellewoche/index.html

 

Materialien

Der Materialumschlag kann ab sofort bestellt werden. Darin enthalten sind das Materialheft und das Plakat zur Interkulturellen Woche 2010 sowie das Heft und das Plakat zum Tag des Flüchtlings 2010. Im Materialheft finden Sie Grundsatzbeiträge von Repräsentanten der Kirchen, der Wohlfahrtsverbände, von Gewerkschaften und weiteren gesellschaftlichen Gruppen, die dort ihre Position zu wichtigen aktuellen Themen der Interkulturellen Woche vorstellen. Darüberhinaus enthält das Materialheft Beispiele für Aktionen, Hinweise auf Ausstellungen und Medien sowie Anregungen zur Gestaltung von Gottesdiensten.

»zur Materialbestellung

 

Bundesweite Auftaktveranstaltung der Interkulturellen Woche 2010 in Essen

Die Eröffnung der diesjährigen Interkulturellen Woche am Freitag, 24. September, in der Kulturhauptstadt „Essen für das Ruhrgebiet“ ist Auftakt für rund 3500 Veranstaltungen, die an 300 Orten in ganz Deutschland durchgeführt werden. Um 17 Uhr wird ein ökumenischer Gottesdienst in der evangelischen Erlöserkirche in Essen mit dem amtierenden Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, dem Essener Bischof Dr. Franz Josef Overbeck sowie dem Griechisch-orthodoxen Metropoliten von Deutschland Augoustinos gefeiert.

 

Der Tag des Flüchtlings am 1. Oktober 2010

Der Tag des Flüchtlings findet im Rahmen der Interkulturellen Woche statt und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Mit Diskriminierung macht man keinen Staat“. Ein Plakat mit dem Motiv „Lagerhaltung für Asylsuchende“ sowie das Materialheft sind Bestandteil des Materialumschlags zur Interkulturellen Woche. Das von PRO ASYL erarbeitete Heft enthält Analysen, Fakten und Impulse gegen die Ausgrenzung von Flüchtlingen.

 

Stichwort „Interkulturelle Woche“

Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie wird von den Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Ausländerbeiräten und Integrationsbeauftragten, Migrantenorganisationen und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. An der Interkulturellen Woche beteiligen sich zahlreiche Gemeinden, Vereine, Vertreter von Kommunen und Einzelpersonen in mehr als 300 Städten mit insgesamt etwa 3.000 Veranstaltungen.

Die Interkulturelle Woche findet jährlich Ende September, von Sonntag bis Samstag vor dem Erntedankfest statt. Sie wird mit einer zentralen Auftaktveranstaltung bundesweit eröffnet.

Entwickelt hat sich diese Woche aus dem „Tag des ausländischen Mitbürgers“, den die großen christlichen Kirchen bereits 1975 ins Leben gerufen haben – aufgrund der damaligen aktuellen gesellschaftliche Beobachtungen. Bis heute ist das Eintreten für bessere politische und rechtliche Rahmenbedingungen des Zusammenlebens von Deutschen und Zugewanderten ein Ziel der „Woche“ geblieben. Aber auch durch Begegnungen und Kontakte im persönlichen Bereich ein besseres gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen, ist ein zentrales Anliegen der Initiative.

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