Topp-Thema » Übersicht Topp-Thema
 
Ein Aufbruch mit Verbesserungsmöglichkeiten
Ein Aufbruch mit Verbesserungsmöglichkeiten

Sie sollten eine Kluft überwinden – die Dekanatspastoralräte. Den Graben, der sich zuweilen zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen auftut. Vor allem, wenn es um Entscheidungen geht. 2007 richtete Bischof Norbert Trelle die Räte ein. Haben sie sich bewährt? Eine Umfrage gibt ein zwiespältiges Bild.

Vorab: Die vorliegenden Zahlen sind eine Momentaufnahme. Sie gründen nicht auf einer repräsentativen Umfrage, sondern auf eine offene Befragung im Internet. Aber die Anzahl der Rückmeldungen gibt einen guten Überblick über die Bewertung der Dekanatspastoralräte (DPR) vor Ende ihrer ersten Amtsperiode.

Von 392 angeschriebenen Adressaten gab es 182 Rückmeldungen. „Das ist mit 46 Prozent Rückmeldung ein überdurchschnittlicher Wert“, urteilt Stefan Tschiersch. Er hat die Befragung im Auftrag des Diözesanrats und der Hauptabteilung Pastoral im Generalvikariat durchgeführt.
Genauer geschaut: 35 Rückmeldungen kamen von Priestern, 44 von Hauptamtlichen, 100 von Ehrenamtlichen (drei Antworter machten dazu keine Angaben).

Dass sich die Arbeit verändert hat, sagen 45 Prozent. Für 16 Prozent ist alles beim Alten geblieben. 39 Prozent der Antworter sind neu dabei – ohne Aussage dazu.

Was sich verbessert und was sich verschlechtert hat: Deutlich verbessert hat sich nach den Ergebnissen das Bewußtsein, gemeinsam verantwortlich zu sein. Kritisch gesehen wird, dass es Unklarheiten gibt über die Themen des Dekanatspastoralrates. Auch hat sich die Teilnahme von Ehrenamtlichen an den Sitzungen verschlechtert (siehe dazu: »Zentrale Ergebnisse der Auswertung

Eine Frage war aber entscheidend: Ob sich das Verhältnis von Dekanatspastoralrat und dem „dies communis“ (dem „gemeinsamen Tag der Hauptamtlichen) verbessert habe. Denn genau das war der Knackpunkt vor Einführung des DPR: Der Vorläufer, der rein ehrenamtlich besetzte Dekanatsrat, klagte über die eigene Bedeutungslosigkeit angesichts der regelmäßigen Zusammenkunft der Hauptamtlichen. Ist es nun besser geworden? Die Antwort ist zwiespältig: 82 Antworter sagen „Ja“, 82 Nein (18 ohne Antwort) – 50:50.

„Es braucht einen sicheren Rahmen“

Und wie beurteilen die Auftraggeber das Ergebnis? „Es zeigt sich, wie wichtig es ist, eine Ordnung zu schaffen, die einen sicheren Rahmen für die Mitarbeit in diesem Gremium bietet“, sagt Elisabeth Eicke, die Vorsitzende des Diözesanrates. Es komme darauf an, auf die regionalen Besonderheiten in den einzelnen Dekanaten einzugehen. Darüber hinaus werde der Arbeit des Vorstands – und damit der Zusammenarbeit von Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen – künftig ein größeres Gewicht beigemessen, meint Eicke.

„Ziel der Neuordnung war die Stärkung des Ehrenamtes, auch und im Besonderen in der Gremienarbeit. Das halte ich im Ansatz für gelungen“, betont Martin Wrasmann, der stellvertretende Leiter der Hauptabteilung Pas­toral. Es bedürfe aber weiterer Klärungen: vor allem des Verhältnisses von Haupt- und Ehrenamt. „Die Dekanatspastoralräte haben im Dialogprozess zur Kategorisierung der Kirchen ihre Arbeitsfähigkeit unter Beweis gestellt“, lobt Wrasmann.

 

Kontakt:

Bischöfliches Generalvikariat
Hauptabteilung Pastoral
Domhof 18-21, 31134 Hildesheim
Telefon: 05121/307301
E-Mail: pastoral@bistum-hildesheim.de

»zur Hauptabteilung Pastoral

 

Diözesanrat der Katholiken im Bistum Hildesheim
Geschäftsstelle
Postfach 100263, 31102 Hildesheim
Telefon: 05121/ 307-315
Fax 05121/ 307-504
E-Mail: dioezesanrat@bistum-hildesheim.de

»zum Diözesanrat
 

 

Stichwort Dekanatspastoralrat

2007 hat Bischof Norbert Trelle die Dekanatspastoralräte (DPR) eingesetzt. Sie tragen die Verantwortung für die Erfüllung der Aufgaben des Dekanates. Dazu gehören Aufgaben wie:

  • die fachliche wie spirituelle Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Dienste
  • gesellschafts- und kulturpolitische Aufgaben
  • die Abstimmung überpfarrlicher Aufgaben
  • die Förderung des Erfahrungsaustausches zwischen den Pfarrgemeinden, Verbänden und Institutionen,
  • die Vertretung der Anliegen der Katholiken des Dekanates in der Öffentlichkeit.

Der Dekanatspastoralrat setzt sich zusammen aus dem Dechanten und Vertretern der Priester sowie weiterer seelsorglicher Mitarbeiter auf der einen und Vertretern der beteiligten Pfarr- und Katholikenräte, der im Dekanat tätigen Orden, der katholischen Verbände, weiterer Einrichtungen (Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Kindergärten, Schulen) sowie bis zu drei berufenen Mitgliedern auf der anderen Seite. Die Regelungen dazu sind enthalten in der "Ordnung für die Dekanate"

 

Mehr zum Thema:

 

Verknüpfte Artikel:

 

Zum Download:

Zentrale Ergebnisse der Auswertung
SCHNELLSUCHE
Zielgruppe
Themen
Rubriken
Stichwort
 
» Zur Detailsuche

Lied des Monats


Informationen zu Liedern aus dem neuen Gesangbuch » weiter

Material-Börse

Was gibt es Neues?
Aktuelle Broschüren und Publikationen aus dem Bistum können Sie hier online bestellen.

» Material-Börse