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Christen und Muslime im Dialog
Christen und Muslime im Dialog

Das Bistum wirbt für den Interreligiösen Dialog. Die Handreichung „Bausteine für den Dialog“ liefert dabei konkrete Tipps, wie das Gespräch zwischen Christen und Muslimen in einem Ort, einer Gemeinde in Gang gesetzt werden kann – zum besseren gegenseitigen Verständnis und zum Abbau von Ängsten und Vorbehalten.

Die Neugier ist groß: Murat Köse, Vorsitzender der muslimischen Gemeinde in Neustadt am Rübenberge, ist zum ersten Mal in einer katholischen Kirche. Mit einigen Vertretern seiner Gemeinde ist er zu Gast im Sonntagsgottesdienst der Gemeinde St. Peter und Paul: „Es wird viel Orgel gespielt.“ Dies fällt ihm ebenso auf wie die bildlichen Darstellungen. „Wir haben nur Kalligrafien.“ Doch die muslimischen Gäste erkennen auch Gemeinsamkeiten und Vergleichbares wie beispielsweise das Taufwasserbecken. Viele Fragen tauchen auf, die im Anschluss beim gemeinsamen Gespräch längst nicht ausdiskutiert werden können.

Besuche bauen Vorurteile ab

Ähnlich ist es den Gemeindemitgliedern der katholischen Pfarrgemeinde zuvor bei ihrem Besuch in der Moschee gegangen. „Es hat keinen Sinn, nur über den Islam zu reden“, sagt Diakon Claus Crone. Es gebe viele diffuse Vorstellungen. Nur gegenseitige Besuche können dazu beitragen, die Vorbehalte abzubauen, ist der Diakon überzeugt. Allein unternehmen nur die wenigstens einen solchen Besuch bei den Muslimen. Darum hat Crone die Gemeinde zum gemeinsamen Besuch am Tag der offenen Moschee eingeladen. „Wir sind sehr gastfreundlich aufgenommen worden“, berichtet der Diakon, der die Verantwortlichen der muslimischen Gemeinde durch die Zusammenarbeit auch in städtischen Greminen gut kennt. „Man muss vorher schon genau schauen, wen man als Ansprechpartner hat“, weiß Crone aus langjährigen Kontakten. Nicht immer ist eine Offenheit für den Dialog vorhanden.

Für eine Vorbereitung solcher Gespräche und Kontakte zwischen Christen und Muslimen wirbt auch die Broschüre „Bausteine für den Dialog“. Darin werden unterschiedliche Möglichkeiten für Begegnungen vorgestellt. Für die jeweiligen Vorschläge gibt es zudem Anregungen und Hinweise, die in der Vorbereitung wichtig sind. Den Autoren kommt es dabei darauf an, dass Fragen und Unsicherheiten offen angesprochen werden. „Wir müssen die Probleme beim Namen nennen“, wirbt Dr. Dagmar Stoltmann-Lukas als Leiterin der Diözesanstelle Ökumene für eine Offenheit.

„Interreligiöse Begegnungen sind wichtige Bausteine für ein gelingendes Miteinander in unserer Gesellschaft“, heißt es im Vorwort der Broschüre, die von den Bistümern Osnabrück und Hildesheim sowie dem Diözesanrat der Katholiken im Bistum Hildesheim herausgegeben worden ist. Darum seien kleine, gelungene Schritte besser als große, die keinen Halt finden. Die Broschüre selbst ist dabei ebenfalls schon ein kleiner Baustein des Dialoges, ist sie doch in Zusammenarbeit mit Vertretern muslimischer Gemeinden entstanden.

 

Kontakt:

Diözesanstelle Ökumene
Bischöfliches Generalvikariat Hildesheim
Domhof 18-21, 31134 Hildesheim
Telefon: 0 51 21 / 307 301
E-Mail: oekumene@bistum-hildesheim.de


Informationsmaterial:

 

  • „Bausteine für den Dialog“

Die Broschüre ist eine Handreichung für das Gespräch zwischen Christen und Muslimen und führt die Broschüre „Anstoß zum Dialog“ fort, die 2009 erschienen ist. Sie kann bezogen werden bei der Diözesanstelle Ökumene im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim, Telefon: 0 51 21/307 301, E-Mail: oekumene@bistum-hildesheim.de oder über die »Materialbörse von engagiert-online.Herausgeber sind die Diözesanstelle Ökumene und der Diözesanrat der Katholiken im Bistum HIldesheim sowie die Beauftragte für den Dialog mit den nichtchristlichen Religionen im Bistum Osnabrück.

 

  • "Anstoß zum Dialog"

Die Broschüre liefert Hintergrundwissen über den Islam und darin wird zudem die Haltung der katholischen Kirche zum Islam und zum christlich-islamischen Dialog beleuchtet. Herausgeber sind die Diözesanstelle Ökumene und der Diözesanrat der Katholiken im Bistum HIldesheim sowie der Katholikenrat und die Beauftragte für den Dialog mit den nichtchristlichen Religionen im Bistum Osnabrück (sh. »BGV informiert). Die Broschüre gibt es derzeit nur als pdf-Version zum Download: »Anstoß zum Dialog (1,6 MB)

 

 

 

 

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