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Renovabis 2017: ”Bleiben oder gehen?
Renovabis 2017: ”Bleiben oder gehen?

Migrationsursachen und Migrationsfolgen im Osten Europas sind das Schwerpunktthema des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis in diesem Jahr. Unter dem Leitwort „Bleiben oder gehen? – Menschen im Osten Europas brauchen Perspektiven!“ ist vor allem die schon seit vielen Jahren andauernde Arbeits- und Armutsmigration von Ost nach West in Europa im Blick.

Die vielfältigen Ursachen dieser Migration sollen deutlich werden. „Es geht uns darum, die Menschen bei uns für die Folgen von Migration in den Gesellschaften in Mittel- und Osteuropa zu sensibilisieren“, betont der Hauptgeschäftsführer von Renovabis, Pfarrer Dr. Christian Hartl. Er zählt einige soziale Probleme auf: „Da sind die zerbrechenden Familien, zurückbleibende Kinder oder alte Menschen.“ Ebenso erinnert er an negative Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung dieser Länder, „wenn besser ausgebildete jüngere Arbeitskräfte ihrem Land den Rücken kehren, weil sie in ihrer Heimat keine Lebensperspektive erkennen“.

Renovabis wolle um Solidarität und Unterstützung werben, so Hartl. „Gemeinsam mit Partnern in Osteuropa sollen konkrete Projekte realisiert werden, die Perspektiven für möglichst viele Menschen schaffen.“ Niemand sollte gehen müssen, sondern in seiner Heimat bleiben können und dort eine Zukunft haben. Auch die negativen Folgen der Auswanderung in den Ländern gelte es zu mildern.

Schließlich fordert Renovabis im Kontext des Migrationsthemas auch den fairen Umgang mit Zuwanderern aus Osteuropa ein: „Migranten, die zu uns gekommen sind, befinden sich oft in prekären Situationen.“ Pfarrer Hartl: „Sie müssen vor Ausbeutung durch Arbeitgeber oder Vermieter, aber auch vor Gewalt geschützt werden. Und sie müssen angemessenen Zugang zu unseren Bildungs-, Gesundheits- und Sozialsystemen erhalten.“

Unter dem Leitwort „Bleiben oder gehen? – Menschen im Osten Europas brauchen Perspektiven!“ möchte Renovabis in Deutschland mit der Pfingstaktion auf mangelnde Möglichkeiten im Osten Europas aufmerksam machen. Die Aktion wird am 14. Mai im Kölner Dom eröffnet und findet am Pfingstsonntag, 4. Juni, im Bistum Görlitz ihren Abschluss. Renovabis wird dabei mit Projektpartnern aus Osteuropa bei zahlreichen Veranstaltungen in Schulen, Pfarreien und Gemeinden unterwegs sein.
Die Renovabis-Aktion endet am Pfingstsonntag mit einer Kollekte in allen katholischen Gottesdiensten in Deutschland.

 

Zur Vorbereitung und Unterstützung durch Aktionen und Gottesdienste bietet Renovabis zahlreiche Materialien an:

  • Aktionsheft
  • Gottesdienstbausteine
  • Informationstexte
  • Plakate
  • Gebetsbilder
  • Infoblätter

Dazu gibt es Materialien zum Download auf der Internetseite der Aktion oder zum Bestellen im Renovabis-Shop zur Verfügung.

 

Kontakt im Bistum:

Bischöfliches Generalvikariat
Hauptabteilung Pastoral
Diözesanstelle Weltkirche
Domhof 18-21, 31134 Hildesheim
Telefon: 0 51 21 / 307 229
E-Mail: weltkirche@bistum-hildesheim.de

 

Stichwort: Renovabis

Das katholische Hilfswerk Renovabis setzt sich seit seiner Gründung 1993 für bedürftige Menschen im Osten Europas ein. Insgesamt förderte Renovabis seitdem mehr als 15.600 Projekte in 29 Ländern. Fast 450 Millionen Euro standen dafür bereit. Das Spektrum reicht von Hilfen beim Aufbau kirchlicher Strukturen, etwa beim Bau von oder Kirchen, über karitative Initiativen bis zu Sozialprojekten für Kinder, alte, kranke oder behinderte Menschen. Jedes Jahr an Pfingsten ruft Renovabis in allen katholischen Pfarrgemeinden zu Spenden auf.

 

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