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Auftakt zum Hinhören
Auftakt zum Hinhören

Ein Dialog-Prozess über die Zukuft der Kirche im Bistum Hildesheim hat begonnen. Offizieller Start war ein „Dialog-Tag“ mit Vertretern der Bistumsleitung und des Diözesanrats. Angesichts des Missbrauchsskandals haben die deutschen Bischöfe angeregt, in den einzelnen Diözesen einen verstärkten Dialog mit den Menschen zu beginnen, der 2015 abgeschlossen sein soll. Im Bistum soll das Jahr 2012 nun zu einem Jahr des Hinhörens werden.

„Die Beratungen waren offen und fruchtbar“,  so Bischof Norbert Trelle in einem Brief an die Gemeinden. Noch ist die Gestalt des Dialog-Prozesses im Bistum nicht klar. „Allerdings sind bereits Schwerpunktthemen deutlich geworden, und es gab auch eine erste Grundverständigung über die Form“, heißt es weiter.

Im Mittelpunkt steht eine Frage, die kaum umfassender sein kann: „Wie können wir einen Dialog um die Zukunft unserer Kirche führen?“ Gut 60 Teilnehmer machen sich einen Tag lang darüber  Gedanken. In Arbeitsgruppen diskutieren sie auch Folgefragen: Wie kann künftig bei immer weniger Pries­tern der Sonntagsgottesdienst gefeiert werden? Welche Bedeutung haben Wort-Gottes-Feiern? Wie „teilen“ sich Gemeinden künftig Priester und Gemeindereferentinnen? Welche Form von Zusammenarbeit setzt das voraus? Und was bedeutet das für das Engagement von Laien? Überhaupt: Wie können wir von unserem Glauben mit Menschen reden, die nicht im Lebensraum Kirche groß geworden sind? Aber müssen wir nicht doch über Zölibat und Frauenpries­tertum reden?

Den Themenideen folgt die Frage nach der Form. Wie kann ein Dialog mit allen an diesen Fragen Interessierten geführt werden? Ein Vorschlag: ein Dialogsonntag im Frühjahr 2012. Die Gemeinden laden nach dem Sonntagsgottesdienst Interessierte ein. Um Themen zu sammeln, Fragen zu stellen, Anregungen zu geben. Eine andere Idee: das Internet dafür nutzen.

Schnell schält sich ein Gedanke heraus: Es braucht ein Jahr des Hinhörens. 2012 sollen Gespräche geführt werden – mit Menschen inmitten der Gottesdienstbänke, aber auch mit denen, die weit weg vom Kirchturm sind. Die Vorsitzende des Diözesanrates, Elisa­beth Eicke, wünscht sich dabei einen Dreischritt: „Hinhören – Mitteilen – Wahrnehmen“.

Wie das gelingen kann? Vorschläge wird nun eine Steuerungsgruppe machen: Neben Eicke gehören ihr Generalvikar Dr. Werner Schreer, Dechant Wolfgang Voges (Moderator Priesterrat), Domkapitular Adolf Pohner (Leiter der Hauptabteilung Pastoral im Generalvikariat), Dr. Hans-Jürgen Marcus (Caritasverband) sowie Stefan Tschiersch und Matthias Kaune (beide Gemeindeberatung) an. Hinzukommen soll noch ein Jugendlicher, um deren Anliegen zur Sprache zu bringen. 

 

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