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Kirche wächst vor Ort
Kirche wächst vor Ort

Lokale Kirchenentwicklung bezeichnet die kirchlichen Entwicklungsprozesse an den je verschiedenen Orten, die auf den Aufbau und die Gestaltung einer zukunftsfähigen Kirche zielen.

Grundlage des Weges Lokaler Kirchenentwicklung ist es, zunächst auf das zu schauen, was Kirche vor Ort und in ihrer Vielfalt an Stärken besitzt. Dies ist die Basis, auf der Vorhandenes wachsen und Neues entstehen kann.

Den Weg einer lokalen Kirchentwicklung wurde vor einigen Jahren beschritten, in einer nicht einfachen Phase struktureller Maßnahmen (Gemeindefusionen, Kirchenschließungen, Haushaltssperre, Einstellungsstop für pastorales Personal).

Orientierung gibt dabei das Wort aus Jesaja 43,19: „Seht ich schaffe etwas neues, schon sprießt es hervor, merkt ihr es nicht.“ Dieses Jesaja-Zitat hat Bischof Norbert Trelle in seinem Fastenhirtenwort 2011 aufgegriffen und zu dem breit angelegten Prozess lokaler Kirchenentwicklung eingeladen, in einer Kultur von Vertrauen und Vielfalt.

Bereits seit dem Jahr 2006 gibt es eine von Bischof Norbert Trelle eingesetzte Steuerungsgruppe, die ein neues Zusammenspiel zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen in den Blick nehmen soll. Wer kann wie und wo Verantwortung für kirchliches Leben in einer Pfarrei mit mehreren Gemeindeorten tragen? Dazu werden in einigen der neuen, großen Pfarreien verschiedene Modelle erprobt.

Ein Zwischenbericht der Steuerungsgruppe beschäftigt sich dabei vor allem mit der Frage nach der gemeinsamen Verantwortung in der Leitung eines Kirchortes. Lokale Leitungsteams sind demnach keine Ersatzlösung für fehlende Hauptamtliche. Werden sie eingesetzt, ist dies mit einem pastoralen und geistlichen Entwicklungsprozess zu verknüpfen. Das ist weit mehr als die Frage: Wer kümmert sich zukünftig um Kirche, Katechese und caritatives Wirken?

Das hat Auswirkungen für den Dienst von Priestern, Diakonen und Hauptberuflichen. Sie sind es, die Ehrenamtliche bei der Übernahme von Verantwortung begleiten und unterstützen sollen. Der Zwischenbericht spricht sich für präzise Vorgaben für diese neue Form des Zusammenwirkens aus.

Die künftige Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen soll dem Grundgedanken folgen, dass alle Gläubigen durch Taufe und Firmung zum „gemeinsamen Priestertum“ berufen sind. Alle Gläubigen sind kraft dieses gemeinsamen Priestertums befähigt zum Glaubenszeugnis, zum Dienst der Nächstenliebe, zur Feier des Gottesdienstes und zur Mitwirkung am Leitungsdienst.

Diese Mitwirkung durch lokale Leitungsteams ist nicht überall gleich ausgestaltet. Im Gegenteil: Die gewählten Gremienmodelle sind vielfältig und unterscheiden sich stark. Mal wird das Vor-Ort-Team vom Pfarrgemeinderat delegiert, mal ist der PGR eher ein Forum der drei oder vier Teams einer Pfarrei. Ein Fazit des Zwischenberichtes lautet daher auch: Das eine, für alle Gemeinden zwischen Nordsee und Harz verbindliche Modell gibt es nicht.

 

Kontakt:

Bischöfliches Generalvikariat
Hauptabteilung Pastoral
Martin Wrasmann
Domhof 24, 31134 Hildesheim
Telefon: 0 51 21 / 307 385
E-Mail: martin.wrasmann@bistum-hildesheim.de

 

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