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Ein heiliges Experiment - 1200 Jahre Bistum
Ein heiliges Experiment - 1200 Jahre Bistum

In seiner Geschichte hat das Bistum viele Höhen und Tiefen erlebt: Von der Zeit der großen heiligen Bischöfe Bernward und Godehard bis hin zur Zerstörung des Doms im Zweiten Weltkrieg. Gestern wie heute hat jede Zeit ihre eigenen Fragen und verlangt nach neuen Antworten. Die Suche nach dem besten Weg für die Kirche im Bistum prägt das Motto zum Bistumsjubiläum: „Ein heiliges Experiment – 1.200 Jahre Bistum Hildesheim“.

„Wir experimentieren. Und wie bei jedem wirklichen Experiment ist der Ausgang offen: Manches gelingt und manches nicht“, interpretiert Bischof Norbert Trelle das Motto. Es sei die Suche nach dem „Bleibenden, Heiligen in der Welt“. Die Kirche befinde sich im Umbruch und vieles, was sich über Jahre bewährt hat, trage nicht mehr. An vielen Stellen geht das Bistum Hildesheim daher neue Wege, wie bei der „lokalen Kirchenentwicklung“, die die eigenständige Entwicklung und Konkretisierung von Kirche vor Ort fördert.

Dass Glauben immer ein Experiment sei, zeige der Blick auf die einerseits „beeindruckenden Lebenszeugnisse vieler Menschen“, andererseits auf die „Versäumnisse und Fehlentwicklungen unserer Geschichte“, betont der Bischof. Das Motto schlage zudem eine Brücke zwischen der Welt der Wissenschaft und der des Glaubens, „was in unseren Tagen selten zusammen gedacht wird, was aber eigentlich zusammen gehört.“

Das Bistum Hildesheim wurde im Jahr 815 durch Kaiser Ludwig den Frommen im Rahmen der Christianisierung Norddeutschlands gegründet. Die Blütezeit erlebte es unter den beiden heiliggesprochenen Bischöfen Bernward (993-1022) und Godehard (1022-1038). Die Reformation ließ die Bedeutung im Reich schwinden. In der Säkularisation dehnten sich die Grenzen des bis dahin kleinen Bistums aus, 1824 kam das Königreich Hannover dazu, 1834 noch das Herzogtum Braunschweig. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt es – neben dem Wiederaufbau zahlreicher zerstörter Kirchen, zu denen auch der Hildesheimer Dom gehörte – die katholischen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge möglichst rasch und intensiv in das Bistum einzugliedern.

„Die Zukunft stand und steht immer neu auf dem Spiel. Wenn wir nach vorn sehen und gehen, wagen wir immer wieder ein heiliges Experiment“, beschreibt Generalvikar Dr. Werner Schreer die Erfahrungen aus der langen Geschichte des Bistums. „Mit dem Jubiläum wollen wir über die Zukunft nachdenken und nicht nur die Vergangenheit feiern“, sagt Thomas Harling, Projektleiter des Bistumsjubiläums. Er möchte dazu anregen, neugierig zu sein: „Die großen Fragen des Lebens sind auch immer religiöse Fragen.“

Die Veranstaltungen zum 1200-jährigen Bestehen finden im gesamten Bistum statt.

 

Weitere Informationen zum Bistumsjubiläum:

 

Kontakt:

Projektbüro Bistumsjubiläum
Schuhstr. 5/ Andreaspassage
31134 Hildesheim
Telefon: 0 51 21 / 307 226
E-Mail: jubilaeum@bistum-hildesheim.de

 

 

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