Sonntag der Weltmission

"Wir sind Gesandte an Christi Statt" (2 Kor 5,20). So lautet das Leitwort der missio-Aktion zum Sonntag der Weltmission 2019, die sich vor allem mit der Mission in Nordostindien befasst. Zudem hat Papst Franziskus den Oktober 2019 zu einem außerordentlichen Monat der Weltmission ausgerufen.   

Der Sonntag der Weltmission ruft weltweit zur Solidarität mit den ärmsten Diözesen in Afrika, Asien und Ozeanien auf. Er lässt Verbundenheit mit den Christen auf der ganzen Welt spüren und erinnert an den gemeinsamen Auftrag, das Evangelium in alle Welt zu tragen, damit die Menschen den liebenden Gott in ihrem Leben erfahren.

Missio richtet den Blick im Weltmissionsmonat auf Nordostindien. Diese Region zeichnet ein ganz anderes Bild Indiens als bekannt. Mehr als 200 indigene Völker leben hier, die im Aussehen und ihren kulturellen Praktiken eher an Chinesen, Mongolen oder Burmesen erinnern.

Der nordöstlichste Zipfel Indiens, „Seven Sisters“ genannt, umfasst sieben Bundesstaaten. In Deutschland ist die Region vor allem wegen des guten Tees bekannt, der in den Teegärten von Assam angebaut wird. Weniger bekannt ist Nordostindien für seine lebendige, missionarische Kirche, die seit ihren Anfängen vom Engagement der Laien lebt.

Der Anteil der christlichen Bevölkerung in den nordindischen Bundesstaaten bewegt sich zwischen rund 90 Prozent in Nagaland und einer kleinen Minderheit von vier Prozent in Assam. Die Christen gehören mehrheitlich den indigenen Völkern an.

„Touring Sisters“ und Teeplantagen

Wer die „Seven Sisters" besucht, trifft auf Ordensfrauen, die als sogenannte „Touring Sisters“ in die entlegenen Bergdörfer gehen und das einfache Leben der Menschen teilen. Jugendliche, die im Glauben die Kraft finden, aus dem Teufelskreis der Schuldknechtschaftauszubrechen und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Junge Adivasi, die als Barfußanwälte ihrer Gemeinschaft helfen, gegen den Menschenhandel auf den Teeplantagen vorzugehen. Menschen, die sich in einer von vielen Konflikten erschütterten Region, von ganzem Herzen für Frieden und Dialog einsetzen.

Sie alle setzen auf ihre Weise das Leitwort der missio-Aktion aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther um: „Wir sind Botschafter an Christi statt“.

Kontakt:

Missio-Diözesanstelle Hildesheim
Georg Poddig
Domhof 18-21, 31134 Hildesheim
Telefon: 0 51 21 / 307 375
E-Mail: missio(ät)bistum-hildesheim.de

Internationales Katholisches Missionswerk e.V.
Goethestraße 43, 52064 Aachen
Telefon: 02 41/75 07-00
Internet: www.missio.de

 

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