Klimaschutzinitiative

Wie viel Energie verbrauchen wir überhaupt in unseren Kirchengemeinden und Einrichtungen? Welches Gebäude in meiner Gemeinde verbraucht die meiste Energie? Die Klimaschutzinitiative will hier die Gemeinden unterstützen. Energieverbräuche und Verbrauchsverhalten sollen transparenter und nachvollziehbarer, Einsparungspotentiale erkannt und genutzt werden.

Die Kirche ist kalt, das Pfarrheim auch. Aber die Heizung bollert und die Kosten sind höher als die Spitze des Glockenturms: Energie ist teuer. Mehr noch: Verschwendung versündigt sich gegen Gottes Schöpfung. Bistum und Diözesanrat der Katholiken setzen auf eine Klimaschutzinitiative für kirchliche Gebäude.

„Die Zeit zum Handeln ist jetzt“: So ist der Energieleitfaden für das Bistum Hildesheim betitelt.  Fast drei Jahre hatte eine ehrenamtliche Projektgruppe an der Schrift gearbeitet, die Gemeinden Tipps und Hinweise zum Umgang mit Strom, Gas und Heizöl geben möchte. 

Angesichts stetig steigender Energiepreise müssen Gemeinden umsteuern. Hier setze der Leitfaden an. Er gibt Denkanstöße und erste Tipps wie Hinweise zum Umgang mit Wasser, Strom und Wärme. Grundsätzlich ist jeder Kubikmeter Gas und jede Kilowattstunde Strom, die nicht verbraucht werden, ein unschätzbar wertvoller Beitrag zum Energiesparen und somit zur Bewahrung der Schöpfung. Und jeder Euro, der nicht durch den Schornstein gejagt wird, kann für anderes eingesetzt werden. Der schonende Umgang mit Energie ist auch eine Frage der globalen Gerechtigkeit. 

Konkret umgesetzt werden diese Ziele durch die Klimaschutzinitiative des Bistums. Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens 20 Prozent des Energieverbrauches von 2010 eingespart werden. 

Nach der Ernennung von Klimaschutz-Beauftragten in den Gemeinden geht es in einem zweiten Schritt um eine energetische und technische Bewertung der Gebäude, die zu einer Gemeinde gehören – Kirche, Pfarrheim und Pfarrhaus oder auch der Kindergarten. Gezielt werden mögliche Schwachpunkte des Gebäudes – Fenster, Türen, Dach, Dämmung – und dessen Ausstattung (Heizung, Beleuchtung oder andere Stellen, wo kostbare Energie verpulvert wird) in den Blick genommen und kurzfristig verwirklichbare Energiespar-Tipps gegeben.

Schritt drei greift bei größeren Investitionen: das detaillierte Energiegutachten. Alle anstehenden Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben von Gebäuden im Bistum werden künftig unter ökologischen und energetischen Gesichtspunkten gecheckt.

Die Klimaschutzinitiative wird vom Umwelt-Bundesministerium mit 82800 Euro unterstützt. Die gleiche Summe legt das Bistum oben drauf. Mit diesen 165600 Euro wird aktuell das Erstellen von Klimateilkonzepten an 100 Gebäuden im Bistum gefördert. Die Gemeinden zahlen selbst 250 Euro pro Gebäude dazu.

Projektpartner der Klimaschutzinitiative des Bistums ist die ENAKON Wolfenbüttel GmbH. Die 2001 gegründete Ingenieursgesellschaft hat sich auf die das Entwickeln energietechnischer Projekte spezialisiert.

Ansprechpartner Klimaschutzinitiative

Martin Spatz Portrait

Projektleiter Klimaschutzinitiative
Innenarchitekt

Martin Spatz

Tel. (05121) 307-252
martin.spatz(ät)bistum-hildesheim.de
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Klimaschutzmanager

Sebastian Rommel

Tel. (05121) 307-267
sebastian.rommel(ät)bistum-hildesheim.de
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Zuständig für: Energiefonds